Kloster auf Zeit

Kloster auf Zeit ist ein Angebot der Benediktiner der Abtei Münsterschwarzach. Wichtig ist die Unterscheidung Kloster auf Zeit und Zeit im Kloster:

  • Kloster auf Zeit gibt es im klassischen Sinne eines Kurses, wo junge Männer zwischen 18 und 35 Jahren eine Woche oder ein paar Tage lang das Klosterleben näher kennenlernen und mit den Mönchen zusammen leben, beten und arbeiten.

  • Kloster auf Zeit im allgemeinen Sinne heißt eine Zeit im Gästehaus des Klosters zu verbringen. Dies ein Angebot für jeden, ob Mann oder Frau, altersunabhängig. Hier können Sie ebenfalls mit den Mönchen beten und auch halbtags arbeiten. Sie haben jedoch keinen Zutritt zur Klausur, dem Innenbereich des Klosters. Eine Zeit im Kloster kann jeder verbringen, der individuell eine kleine Auszeit nehmen will oder an einem der vielen spirituellen Kurse teilnehmen will.
Kloster auf Zeit-Kurs
Kloster auf Zeit-Kurs

Kloster auf Zeit Kurse (im klassischen Sinne)

Zu Kloster auf Zeit können Sie sich über das Gästehaus anmelden. Wählen Sie einfach einen Kloster-auf-Zeit-Kurs aus und melden Sie sich online an. Sie lernen das Leben eines Mönches kennen. Sie leben, beten und arbeiten mit den Mönchen. Sie sind in einem Einzelzimmer des Gästehauses untergebracht, die Mahlzeiten nehmen Sie jedoch mit den Mönchen zusammen im Refektorium, dem Speisesaal in der Klausur ein. In der Regel arbeiten Sie am Vormittag 3 Stunden in einem der Klosterbetriebe. Am Nachmittag gibt es Einführungen und spirituelle Impulse zum benediktinischen Leben.

Kloster auf Zeit ist für jeden Mann zwischen 18 und 35 Jahren, der den Mönch in sich entdecken möchte. Auch für die, die konkret prüfen wollen, ob der Weg im Kloster für sie etwas wäre. Aktuelle Termine für die Kloster-auf-Zeit-Kurse finden Sie hier:
Termine Kloster auf Zeit

Aus einem Erfahrungsbericht eines Teilnehmers einer Kloster-auf-Zeit-Woche:

„Kloster auf Zeit“ – das hieß für mich auch „Mönchsbruder auf Zeit“ zu sein. Dieser Begriff weist schon auf vieles hin, was den zeitlichen Ablauf des Tages betrifft: Leben wie Mönche – ora et labora.

Um 05.05 Uhr begann der Tag mit der Morgenhore, bei der ich als einer der „Brüder auf Zeit“ eingeladen war mit den wahren Mönchen gemeinsam im Chorgestühl zu beten. Das Chorgebet der Morgenstunde verdrängt mit sanfter Monotonie die Schatten der Nacht. Dies ist nur eine Gebetszeit von den fünf Gebeten, die die Mönche durch den Tag leiten. In den anderen Stunden des Vormittags standen für uns „Mönche auf Zeit“ leichte Arbeiten in den klostereigenen Betrieben, der Klosterbibliothek, Gärtnerei, Landwirtschaft, Buchladen, etc. auf dem Programm. Nachmittags luden uns die Mönche zu einer Gesprächsrunde zum Thema „Einführung ins klösterliche Leben“ ein. In diesem Rahmen konnten wir Kursteilnehmer weitere Fragen stellen, persönliches erzählen, Neues über das Beten von Psalmen lernen und eine Führung durch den Bereich der Clausur (lat.: claustrum = „verschlossener Ort“ = Kloster) bekommen, zu der unter anderem Kreuzgang, Kapitelsaal, Sakristei, etc. gehören. Ich fand es schön, dass die Teilnehmer unseres Kurses als auch die Mönche sehr offen im Gespräch waren. Die Gastfreundschaft der Mönche beim gemeinsamen Mittag- und Abendessen im Refektorium hat mich sehr beeindruckt. Nach einem kurzen Tischgebet des Abts wurde das Mahl schweigend eingenommen und alle im Raum lauschten der Lektüre des Tischlesers, der Gelehrtes, Wissenswertes, Nachdenkliches vortrug. Nach dem Abendessen fand ich es spannend während der „Rekreation“ im großen gemütlich eingerichteten Gemeinschaftsraum Gespräche mit den Mönchen zu führen, zu hören wie sie ins Kloster kamen, was sie in der Gemeinschaft für Arbeiten übernehmen und wie sie die Welt sehen. Dann rief uns die Glocke zur Komplet und mit den sanften Klängen der Psalmgebete wurde ich in das benediktinische Schweigen der Nacht entlassen. Kloster auf Zeit war eine tiefe Erfahrung für mich. Ich werde sicher wieder einen Kloster-auf-Zeit-Kurs machen.“